Am 6. März ist der Startschuss des neuen Community-Manager-Lehrgangs an der Somexcloud-Akademie. Ich hatte als Lehrgangsleiterin die Ehre, an der Gestaltung des Programms mitzuarbeiten und freue mich, euch ein ausgesprochen praxisnahes Programm mit höchst kompetenten Referenten präsentieren zu können. 

Die MODULE
- Einführung (Barbara Schwede, David Schäfer)
- Corporate Blogging (Thomas Mauch)
- Twitter-Einführung (Nicole Schnell)
- Facebook-Einführung (Sam Steiner)
- Google+ und weitere Plattformen (Sam Steiner / Reto Stuber / Aldo Gnocchi, alternierend)
- Redaktionskonzept (Barbara Schwede)
- Shitstorm-Management (Barbara Schwede)
- Monitoring- & Management-Tools (Mike Schwede)
- WordPress-Grundlagen (Thomas Mauch, Blogwerk)
- Twitter-Vertiefung (Nicole Schnell)
- Facebook-Vertiefung: Pages (Sam Steiner)
- Abschluss und Zertifikatsübergabe (Barbara Schwede, David Schäfer)

Während des Kurses bauen die Teilnehmer unter der Anleitung der Experten einen kompletten Social-Media-Auftritt für ein tatsächliches oder fiktives Projekt auf. Das ist die beste Voraussetzung dafür, später die herausfordernde Tätigkeit als Community Manager selbstständig übernehmen zu können.

Und hier findet ihr alle Infos zum Community-Manager-Lehrgang

Ich freue mich auf euch!

 
 
Heute durfte ich an einer spannenden Radiotalk über die Erfolgsfaktoren des Community Managements bei Radio pokeRT.fm teilnehmen. Mit von der Partie waren ausserdem Gabriela D’Hondt (früher Community Managerin beim WWF und bei Playstation) und Mathias Möller (früher bei Amazee und jetzt bei Joiz). Für die Moderation war Christoph Hess zuständig.


Und hier könnt ihr reinhören ...
 
 
Oft stolpere ich auf Facebook-Pages von Firmen über Formulierungen, die ich etwas unglücklich finde. Gerne möchte ich solche Posts sammeln und mich an einer besseren Version versuchen. Ihr dürft dann eure Meinung dazu abgeben, welche Variante euch besser gefällt.

Die Idee für diesen Blogbeitrag entstand aufgrund des folgenden Posts auf der Garnier-Seite: Das Thema hat mir gut gefallen, ich fand allerdings, da müsse doch mehr User-Engagement rauszuholen sein. Ein paar Wochen später nahm ich das Thema bei NIVEA auf. Obwohl wir weniger als halb so viele Fans hatten, reagierten etwa sechsmal mehr Leute mit Likes und Kommentaren. Warum? Meine Version war wesentlich kürzer und das Foto hat garantiert auch Antworten angeregt.

Axa - Konzentration aufs Wesentliche
Dieser Post der AXA Winterthur hat mich verwirrt. Schon die Textmenge wirkt etwas abschreckend und dass ich hier etwas gewinnen kann, erfahre ich leider erst in Zeile 7.

Alternative:
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Tickets für das Humor-Festival gewinnen!

VIP-Tickets für zwei Personen mit Übernachtung im 4-Stern-Hotel samt Skipässen und Tickets fürs Humor-Festival in Arosa gewinnen (16./17.12.2011)

 (Postadresse an social.media@axa.ch mailen, Einsendeschluss: ((Datum)).
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Denner - Ein bisschen positiver, bitte.

Die Beteuerung, die nächsten Aktionen würden "ganz sicher funktionieren, wirkt hilflos und unsicher. Ausserdem ist "Systemfehler" für mich ein unnötig technischer Begriff. 
Mein Vorschlag:
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Ein technisches Problem hat uns bei der Elmex-Aktion einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür gibt’s nächste Woche für euch „Aktion xy“. Vormerken und zugreifen!
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Toblerone - Bitte an die Regeln halten!
Dieser umfangreiche Post auf der Toblerone-Website hat Optimierungspotential.

  1. Ein Gewinnspiel auf der Pinnwand (Foto hochladen und gewinnen) verstösst gegen die Facebook-Regeln. Lösungsvorschläge wären: Ein Foto-upload auf einem Tab oder die Einsendung der Fotos an eine E-Mail-Adresse. Bei einem individualisierten Foto müsste aber ein wesentlich attraktiverer Gewinn winken, um ein hohes Engagement auszulösen. 
  2. Ein spezielles Foto (ganz blau angezogen) für den Gewinn von 2 kg Schokolade ist ein wenig viel verlangt -> die Reaktionen waren denn auch entsprechend spärlich: von den 107'000 Fans haben gerade 8 (!) Personen mitgemacht.
  3. Eine sinnvollere Variante wäre für mich ein Produkttest: Statt 20 Leuten je 20 Stück zu schenken, würde ich lieber 200 Menschen je eine liefern. Sicherlich die Hälfte wird sich auf der Facebookseite bedanken und begeisterte Reaktionen zur neuen Schoggi liefern. Beste Testimonials!
  4. Die Seite hat Fans aus aller Welt – den Wettbewerb auf die Schweiz zu beschränken, ist unglücklich. Von den 25 Kommentaren beziehen sich denn auch 7 darauf, dass sie auch gerne mitgemacht hätten, aber nicht dürfen. 
  5. Gewinnspielkonditionen können – wenn man sie unbedingt für nötig hält – in den Seiteninfos untergebracht werden und gelten dann für alle Wettbewerbe. 

Hier meine Variante für ein angepasstes Gewinnspiel:
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Wer will die neue Toblerone Crunchy Almond testen? 400 von euch dürfen sich 100 g unserer Mandel-Version auf der Zunge zergehen lassen. Wir sind  gespannt, wie sie euch schmeckt!

Schicke heute eine E-Mail mit deiner Postadresse an toblerone@xx.ch , Betreff „Crunchy Almond“. Die Gewinner erhalten ihr Päckchen im Laufe der nächsten beiden Wochen.
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Sprach-Targeting macht’s möglich
Bei Lindt scheint man nicht zu wissen, dass Posts den Fans je nach Sprache zugewiesen werden können – so dass Französisch-Sprechende nur den französischen Post sehen und die Deutschsprachigen nur den deutschen Post. (Wie das geht und was man tun muss, damit auch Menschen mit anderer Sprache was zu sehen kriegen, steht hier: http://www.barbaraschwede.ch/2/post/2011/05/facebook-targeting-fr-zweisprachige-communities.html )

Und was den Text angeht – der klingt mir viel zu sehr nach Werbespruch. Meine Variante wäre:
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Wie gefällt euch unser neuer Bär mit Herz? Er eignet sich übrigens bestens als Geschenk für die Liebsten...
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Wer Facebook-Meldungen von Firmen entdeckt, denen eine kleine Aufpolierung gut tun würde, darf sie mir gerne an barbara@schwede.ch schicken! Und natürlich freue ich mich immer über Kommentare in meinem Blog. Herzliche Grüsse!

 
 
Viele unserer Kunden sind von der Feedbackrate auf Facebook verwirrt – die Zahlen, die oftmals kaum über null liegen, lassen auf eine schlechte Performance schliessen. Doch was sind „normale“ Werte?

Ich habe also im Juni stichprobenartig die Zahlen von 19 Communities zusammengetragen. Dafür errechnete ich aus den letzten zehn Posts den Durchschnittswert. Diese Facebook-Pages sind dabei: Nivea CH, McDonald’s CH, Rhätische Bahn, Emmi Caffee Latte, Axa, McSchindler, Toyota CH, Flumserberg, Ovomaltine und Bernina, ausserdem die folgenden deutschsprachigen Spielecommunities von Electronic Arts: Crysis, Dragon Age, EA Sports Active 2, Fifa (knapp 280’000 Fans), Mass Effect, Medal of Honour, Need for Speed, Sims und EA Sports SSX. 

Die durchschnittliche Feedbackrate dieser 19 Communites liegt bei 0.35 Prozent. Der höchste erreichte Wert beträgt 1.91 Prozent, der niedrigste 0.0.

Werte zwischen 0.1 und 0.5 Prozent liegen im üblichen Schnitt. Alle Posts, die mehr als 0.6 Prozent Feedback erreichen, können als gute Performer bezeichnet werden, wenn sie über 1.0 Prozent schaffen, liegen sie bei den Top-Beiträgen.

Oft wird mir auch die Frage gestellt, wie denn diese Zahlen zustande kommen. Facebook bezieht hier alle Likes und Kommentare nicht auf die die Anzahl der Fans, sondern der Impressions  - wenn ein Fan einen Post dreimal sieht, wird dreimal gezählt. Und wenn dessen Freunde (die keine Fans sind) den Post auf ihrer Wall ebenfalls sehen, geht der Zähler wieder hoch.


Auch das ist spannend:
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Das Happy-Hour-Gewinnspiel bei NIVEA diese Woche (unter allen, die zwischen 15 und 16 Uhr eine E-Mail schickten, wurde 100 Sommersets verlost), sorgte für ausgesprochen gute Werte: insgesamt 43 Likes und 44 Kommentare. Wie immer liegt die Feedbackrate des französischsprachigen Posts deutlich höher.  Was tippt ihr, wie viele E-Mails nun bei uns eingegangen sind? Rund 230. Das heisst, dass ein etwa Drittel der Mitspieler eine Rückmeldung auf Facebook hinterlassen haben.
 
 
Eigentlich scheint es so einfach: wer zwei Sprachen auf einer Facebook-Site zusammenfassen will, richtet beispielsweise die deutschen Post an User mit deutscher Sprache und die französischen an User mit französischer Sprache. Aber Achtung! Fans, die kein dieser beiden Sprachen eingestellt haben, sehen dann eine leere Wall.

Ein Blick in die Nutzerstatistik

Die Seitenstatistik von Facebook hilft uns da weiter: Unter „Seitenstatistiken“ > „Nutzer“ zeigt die Grafik mit dem Titel "Demographie" die sprachliche Verteilung der Liker an – und zwar zählt Facebook jeweils die Sprache, die die User als ihre Hauptsprache angegeben haben.

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In diesem Beispiel beträgt die Usergruppe mit Drittsprachen immerhin 33 Prozent, das sind mehr als 4'200 Menschen.  Diese müssen beim Sprachtargeting unbedingt bedacht werden.

Ich teile daher die vorhandenen Sprachen in zwei Gruppen auf – Sprecher, die wohl eher französisch verstehen (in diesem Beispiel Französisch, Italienisch und Portugiesisch) und Sprecher, die wohl mit den deutschsprachigen Posts besser zurechtkommen. Hier sind das Englisch, Albanisch, Serbisch, Türkisch, Kroatisch, Bosnisch, Mazedonisch, Russisch, Arabisch und Holländisch.

Wenn ich also einen deutschsprachigen Post online stelle, rufe ich das Feld zum Sprachtargeting auf (Vorhängeschloss-Icon mit dem Zusatz „Alle“ > "Benutzerdefiniert"; direkt unter der Statuszeile) und füge dort die entsprechenden Sprachen ein. 

Targeting bei Statusupdates
Targeting Details
Nun ist es leider so, dass Facebook hier nicht alle Sprachen anbietet. Von den oben genannten werden Albanisch, Bosnisch, Mazedonisch und Rumantsch nicht berücksichtigt. Allerdings werden diese auch bei der Auswahl in den Kontoeinstellungen nicht angeboten, wo die User ihre „bevorzugte Sprache“ eintragen können. Diese Fans haben sich also wahrscheinlich einer der anderen Sprachen zugeordnet, die wir bedacht haben.

Dieser kleine Trick hilft also ohne grossen Aufwand dabei, dass wir nicht relevante Teile unserer Fangemeinde ausschliessen.