Shitstorm-Skala 25/04/2012
Schaut man in die Medien, bekommt man leicht das Gefühl, jede Woche tobe ein anderer Shitstorm durchs Internet. Bei genauerer Betrachtung entpuppen sich die meisten der beschriebenen Krisen jedoch eher als laues Lüftchen. Um Empörungswellen in sozialen Medien etwas besser einordnen zu können, haben Daniel Graf und ich für die Social Media Marketing Konferenz 2012 daher eine Shitstorm-Skala entwickelt, die sich an der Beaufort-Skala orientiert. Danke für euer Inputs und Meinungen dazu! 1 Comment Am 19. April könnt ihr mich als Referentin an der Social Media Konferenz erleben - zusammen mit Daniel Graf, dem Mediensprecher von Amnesty International, berichte ich über Shitstorms. Das Programm hält auch eine ganze Menge weiterer spannender Vorträge bereit. Als Referentin kann ich euch zu Vorzugskonditionen einladen (Fr. 480 statt Fr. 640). Schreibt bei der Anmeldung einfach "Gast von Barbara Schwede" ins Bemerkungsfeld, um von der Vergünstigung zu profitieren. Social Media Konferenz 2012 19.04.2012 08.30-17.30 Kongresshaus Zürich Programm: 08.30-09.00 Von Social Media zum Social Entreprise Mike Schwede 09.00-09.30 Sackgasse Facebook? Was tun mit den gesammelten Likers? Vom Liker zur Community Florian Wieser, Partner, coUNDco AG 09.30-10.00 Hallo, meine Social Media Aktivitäten wollen nicht in die Gänge kommen Sandra Teuber, Directo EMEA Marketing, Lithium 10.30-10.45 Pause und Networking 10.00-10.30 Mobile macht Social erlebbar Mark Forster, Gründer und Managing Partner P-MV digital momentum AG 10.45-11.35 Kunden helfen Kunden - Kann der Krankenversicherer Helsana eine Community entwickeln? Marco Nierlich, Bestandesmarketing, Helsana Versicherungen AG 11.35-12.30 Brandbeschleuniger Social Media: Woraus ein „Shitstorm“ entsteht und wie man darin überlebt Barbara Schwede, Community Management, barbaraschwede.ch Daniel Graf, Social Media Campaigning, Feinheit.ch 12.30-13.30 Mittagessen und Networking 13.30-14.00 Wettbewerbe auf Facebook – ein Spiel mit dem Feuer? Thomas Hutter, Geschäftsführer, Hutter Consult GmbH 14.00-14.30 Wohin geht das Social Web? Dr. Helmut Becker, Vorstand, Chief Commercial Officer, XING AG 14.30-15.00 Mehr Reichweite mit Facebook Apps für Marken Moritz Zumbühl, CEO, FEINHEIT GmbH 15.00-15.25 Facebook User-Daten nutzbar machen Markus Wilhelm, Wirtschaftsinformatiker, Edorex Informatik AG 15.25-15.40 Pause und Networking 15.40-16.20 Coopkinder Im Namen der Marke aber ohne Auftrag MR, Macher von Coopkinder Su Franke (nicht in Projekt involviert) 16.20-17.00 Wie Journalisten Twitter nutzen Thomas Benkö, Blogger und Blattmacher bei BlickamAbend 17.00-17.30 Brand Monitoring: Mit welchen Insights werden Social Connections in Earned und Owned Kanälen ausgebaut? Greg Strasser, Director Competence Center Social Media Goldbach Alle Abstracts und Anmeldung: http://internet-briefing.ch/socialmedia Und hier noch Impressionen der letztjährigen Konferenz: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.10150112441706588.276994.112076296587& Fast wöchentlich trifft die Empörung der Netzgemeinde ein anderes Unternehmen oder einen anderen Politiker. Die Proteste drehen sich dabei um tatsächliche oder vermeintliche Verfehlungen. Plagiatsvorwürfe (Guttenberg), mangelnde oder ungeschickte Kommunikation (Teldafax, #evag), unpassende politische Engagements oder Produktgestaltungen (Mammut und das CO2, Nespresso und Fairtrade) oder um die Fälschung von Wettbewerbsgewinnern (Pril) sind nur einige Beispiele. Meinen ganzen Artikel zum Shitstorm-Management findet ihr auf dem Blog der SomexCloud Viele unserer Kunden sind von der Feedbackrate auf Facebook verwirrt – die Zahlen, die oftmals kaum über null liegen, lassen auf eine schlechte Performance schliessen. Doch was sind „normale“ Werte? Ich habe also im Juni stichprobenartig die Zahlen von 19 Communities zusammengetragen. Dafür errechnete ich aus den letzten zehn Posts den Durchschnittswert. Diese Facebook-Pages sind dabei: Nivea CH, McDonald’s CH, Rhätische Bahn, Emmi Caffee Latte, Axa, McSchindler, Toyota CH, Flumserberg, Ovomaltine und Bernina, ausserdem die folgenden deutschsprachigen Spielecommunities von Electronic Arts: Crysis, Dragon Age, EA Sports Active 2, Fifa (knapp 280’000 Fans), Mass Effect, Medal of Honour, Need for Speed, Sims und EA Sports SSX. Die durchschnittliche Feedbackrate dieser 19 Communites liegt bei 0.35 Prozent. Der höchste erreichte Wert beträgt 1.91 Prozent, der niedrigste 0.0. Werte zwischen 0.1 und 0.5 Prozent liegen im üblichen Schnitt. Alle Posts, die mehr als 0.6 Prozent Feedback erreichen, können als gute Performer bezeichnet werden, wenn sie über 1.0 Prozent schaffen, liegen sie bei den Top-Beiträgen. Oft wird mir auch die Frage gestellt, wie denn diese Zahlen zustande kommen. Facebook bezieht hier alle Likes und Kommentare nicht auf die die Anzahl der Fans, sondern der Impressions - wenn ein Fan einen Post dreimal sieht, wird dreimal gezählt. Und wenn dessen Freunde (die keine Fans sind) den Post auf ihrer Wall ebenfalls sehen, geht der Zähler wieder hoch. Auch das ist spannend: Das Happy-Hour-Gewinnspiel bei NIVEA diese Woche (unter allen, die zwischen 15 und 16 Uhr eine E-Mail schickten, wurde 100 Sommersets verlost), sorgte für ausgesprochen gute Werte: insgesamt 43 Likes und 44 Kommentare. Wie immer liegt die Feedbackrate des französischsprachigen Posts deutlich höher. Was tippt ihr, wie viele E-Mails nun bei uns eingegangen sind? Rund 230. Das heisst, dass ein etwa Drittel der Mitspieler eine Rückmeldung auf Facebook hinterlassen haben. Eigentlich scheint es so einfach: wer zwei Sprachen auf einer Facebook-Site zusammenfassen will, richtet beispielsweise die deutschen Post an User mit deutscher Sprache und die französischen an User mit französischer Sprache. Aber Achtung! Fans, die kein dieser beiden Sprachen eingestellt haben, sehen dann eine leere Wall. Ein Blick in die Nutzerstatistik Die Seitenstatistik von Facebook hilft uns da weiter: Unter „Seitenstatistiken“ > „Nutzer“ zeigt die Grafik mit dem Titel "Demographie" die sprachliche Verteilung der Liker an – und zwar zählt Facebook jeweils die Sprache, die die User als ihre Hauptsprache angegeben haben. In diesem Beispiel beträgt die Usergruppe mit Drittsprachen immerhin 33 Prozent, das sind mehr als 4'200 Menschen. Diese müssen beim Sprachtargeting unbedingt bedacht werden. Ich teile daher die vorhandenen Sprachen in zwei Gruppen auf – Sprecher, die wohl eher französisch verstehen (in diesem Beispiel Französisch, Italienisch und Portugiesisch) und Sprecher, die wohl mit den deutschsprachigen Posts besser zurechtkommen. Hier sind das Englisch, Albanisch, Serbisch, Türkisch, Kroatisch, Bosnisch, Mazedonisch, Russisch, Arabisch und Holländisch. Wenn ich also einen deutschsprachigen Post online stelle, rufe ich das Feld zum Sprachtargeting auf (Vorhängeschloss-Icon mit dem Zusatz „Alle“ > "Benutzerdefiniert"; direkt unter der Statuszeile) und füge dort die entsprechenden Sprachen ein. Nun ist es leider so, dass Facebook hier nicht alle Sprachen anbietet. Von den oben genannten werden Albanisch, Bosnisch, Mazedonisch und Rumantsch nicht berücksichtigt. Allerdings werden diese auch bei der Auswahl in den Kontoeinstellungen nicht angeboten, wo die User ihre „bevorzugte Sprache“ eintragen können. Diese Fans haben sich also wahrscheinlich einer der anderen Sprachen zugeordnet, die wir bedacht haben. Dieser kleine Trick hilft also ohne grossen Aufwand dabei, dass wir nicht relevante Teile unserer Fangemeinde ausschliessen. Seminar „Schreiben für Social Media“ 15/03/2011
Mit der Kommunikation im Social Web rückt der Text wieder mehr in den Fokus. Unternehmen wagen erste Schritte, doch oft tauchen viele praktische Fragen zum Schreibhandwerk auf: Wie schreibt man auf Facebook, Twitter und Blogs? Wie viel Umgangssprache darf sein? Welche Freigabeprozesse sind sinnvoll? Was erwarten die Fans eines Unternehmens? Wie geht man mit Mehrsprachigkeit um? Wie reagiert man auf aggressive Posts und negative Erwähnungen in Blogs? Welche Themen kommen bei den Fans & Followern gut an? Lernziele: _Sie verstehen die Dialogorientierung von Social Media und welche Haltungsänderungen diese von Unternehmen verlangt. _Sie kennen die sprachlichen Dos & Don’ts für Unternehmen im Social Web. _Sie wissen, wie Unternehmen richtig auf negative und aggressive Kommentare reagieren. _Sie können einen gelungenen Themenmix für die Unternehmenskommunikation in Social Media zusammenstellen. In diesem Seminar erhalten Sie praxisnahes Know-how. Sie entwickeln anhand von Fallbeispielen Texte für Social Media und redigieren Ihr vorhandenes Material. Gerne können Sie Arbeitsbeispiele aus Ihrem beruflichen Alltag mitbringen. Methodik Methodenmix mit Referat, Unterrichtsgespräch, aktives Texten, Analyse von Texten, Gruppendiskussion, Erfahrungsaustausch, Fragen und Antworten. Teilnehmer Das Seminar ist zugeschnitten auf alle, die Texte für Social Media schreiben und abnehmen, insbesondere Mitarbeiter im Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit und alle anderen, die etwas zu sagen haben. Referentin Barbara Schwede (1974) ist selbstständige Texterin mit Master in Germanistik und Hispanistik der Universität Mainz. Seit 2003 arbeitet sie in den Feldern Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Onlinetext und Social Media. Als Community Managerin auf Facebook betreut sie Kunden wie Nivea, Emmi CAFFÈ LATTE, McDonald’s oder Swisscom. Barbara Schwede wohnt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Biel. Anmeldung Einzelpersonen können das Seminar "Schreiben für Social Media" am 31.5.2011 in Luzern am maz besuchen. Unternehmenskurse sprechen Sie bitte direkt mit mir ab: barbara@schwede.ch oder 079 758 96 20. Facebook, YouTube & Co. – Social Media sind in aller Munde. Für Kleinstunternehmen stellt sich allerdings die Frage, wie sie den Weg in dieWelt der Communities, Blogs und Tweets angehen können – und ob sie das überhaupt sollen. Mein Mann und ich erhielten die Gelegenheit, in der Zeitschrift punktum des SBAP (Schweizerische Berufsverband für Angewandte Psychologie) einen Artikel über den sinnvollen Einsatz von Social Media für Kleinunternehmen zu schreiben. Here we go! |






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